Druck oder Online – das ist hier die Frage

Veröffentlicht am 09.08.2012 unter Werbemittel | 2 Kommentare

Ist die Zeit für gedruckte Werbung vorbei?

In Zeiten von Online-Marketing, Social-Media und Ad-Words muss die Frage erlaubt sein, ob das gedruckte Werbemittel inzwischen nicht einfach obsolet ist. Hinzu kommen beunruhigende Zahlen: So hat das Handwerk, eine bisher auf das gedruckte Werbematerial schwörende Branche, in den letzten Jahren angefangen, die Investitionen in diesem Bereich herunterzufahren –  wie das Handwerksblatt berichtete. Die Begründung hierfür sei in den sinkenden Rücklaufquoten zu finden.

Heißt das also, der klassische Werbebrief, der Flyer oder das Plakat haben kaum mehr erfolgversprechende Werbewirkung? Stehen wir vor dem Aus des Prints?

Naja, die Abgesänge auf das bedruckte Papier hören wir ja nun schon seit dem Aufkommen der Digitalisierung. Denken wir da nur an den Buchmarkt. Seit Jahren schreien sämtliche Branchenmitglieder vor Angst auf, wenn ein neues e-Book auf den Markt kommt. Und was ist geschehen? Nichts. Der Verkauf an e-Books stockt, wie unlängst die Zeit berichtete, der Anteil am Umsatz bleibe gering und das Buch ist einfach nicht tot zu kriegen.

Ähnliches dürfen wir für die Printwerbung annehmen. Ständig tauchen neue Studien auf, die erklären, dass der Internet-User inzwischen schon eine Banner-Blindheit entwickelt hat und Online-Werbung gar nicht mehr wahrnimmt oder den digitalen Werbebrief schneller in den virtuellen Briefkasten verfrachtet, als den gedruckten in den realen – vom Spam-Filter wollen wir gar nicht erst reden. Und natürlich gibt es auch Gegenstudien… aber gibt es die nicht immer? Lassen wir die Studien doch einfach einmal beiseite und konzentrieren uns auf unseren eigenen Alltag: Wenn wir beim Arzt sitzen und in einer schnöden Illustrierten oder gar einem politisch bildendem Magazin blättern, springt uns unendlich viel Werbung von großen Konzernen entgegen. Konzerne, die sicherlich eine dicke Marketing-Abteilung haben, welche ganz genau weiß, wie viel Rücklaufquote welche Werbemaßnahme einzuspielen vermag und ob es sich lohnt, in Print zu investieren.

Das Handwerksblatt sieht die Ursachen für die sinkenden Rücklaufquoten auch gar nicht im Medium selbst begründet, sondern in den Fehlern, die bei dessen Nutzung gemacht werden: Falsche Adressaten oder Zielgruppen, schlechte Qualität, kein anziehendes Design und keine Corporate Identity.

Letztlich dürfte es sowohl bei gedruckten als auch bei digitalen Werbemitteln einen ganz einfachen Nenner geben: Erfolgreich ist, was professionell ist und eine gut durchdachte Marketing-Strategie verfolgt. Die bescheiden gemachte Banner-Werbung wird sicherlich genauso wenig zum Ziel führen wir der ätzend langweilige Werbeflyer. Und noch ein wesentlicher Punkt: Auf das Publikum kommt es an. Der regionale Handwerksbetrieb hat wohl mehr von einem schicken Flyer, den er beim Dorfbäcker auslegt, als von einer Banner-Werbung auf Yahoo.

Und während sich Online-Jünger und Print-Wächter ewig weiter den Werbetot nachsagen, können wir ganz objektiv feststellen: Meistens ist es schlau, zwei Werbestrategien zu kombinieren…

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2 Kommentare

  1. Marco sagt:

    @Astrid Krampe:

    Wenn die Onlinewerbung nicht sonderlich funktioniert, warum setzen dann so viele Firmen darauf bzw. warum gibt es dann überhaupt Internetfirmen? Ich denke nicht, dass sichso viele Firmen täuschen können. Schließlich können sich beispielsweise Social Media bei richtiger Anwendung positiv auf den Erfolg des Unternehmens auswirken. Natürlich besteht offline ebenfalls ein großes Potenzial. Genannte Flyer oder Corporate Books ( siehe http://huffmann-business.de/corporate-books ) wirken meist besser, als Mailingaktionen. Wie schon erwähnt: Die Zielgruppe ist entscheidend für die Wahl der richtigen Marketingstrategie.

  2. Melanie sagt:

    Ich hoffe nicht. Gedruckte Werbung ist mir lieber als die die mir immer wieder an meine E Mails geschickt wird.

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